Gottesdienstordnung

der Pfarrei St. Laurentius Bimbach 

mit St. Vitus u St. Elisabeth Lütterz

und St. Jakobus Malkes



Gottesdienstzeiten  der Kapellenmessen

in der Schnepfenkapelle und in der Marienkapelle


 
Familiengottesdienst am Sonntag, 15.04.2018

“IHR seid die Zeugen“

 



Wie schnell ist eine Überschrift formuliert und wie ausführlich kann man sie hinterfragen und erklären? Diese Erfahrung durfte hauptsächlich Prälat Christof Steinert am vergangenen Sonntag machen, der mit uns und einer äußerst wissbegierigen Laurentia den Familiengottesdienst “IHR seid die Zeugen“ feierte.

Grundlage für den Titel war das Lukas-Evangelium vom Tag, in dem Jesus erneut den Jüngern erschien. Sie erschraken und hatten große Angst, denn sie meinten, einen Geist zu sehen. Jesus zeigte ihnen seine Wunden und fragte, ob sie etwas zum Essen hätten. Er aß das ihm angebotene Stück Fisch und erklärte ihnen, dass alles so geschehen musste, wie es im Gesetz des Mose und bei den Propheten über ihn gesagt worden ist, und sie seien Zeugen dafür.

Als Prälat Steinert im Anschluss an das Evangelium anfangen wollte, zu predigen, hielt es Laurentia nicht mehr in der Bank. Sie hatte soooo viele Fragen zu dem Evangelium, vor allem zu dem Wort Zeugen. Das würde sie an eine Gerichtsverhandlung erinnern und überhaupt ginge man doch nicht irgendwo hin und frage sofort nach etwas zum Essen, ohne sich vorzustellen. Prälat Steinert freute sich, dass sie so aufmerksam zugehört hatte und amüsierte sich zunächst, wie viele Gottesdienstbesucher auch, über ihre Fragen. Er erklärte ihr, dass Jesus den Jüngern zeigen wollte, dass es ihm gut geht und er wieder ganz da ist, und wenn es einem gut geht, hat man auch Lust, etwas zu essen. Er wollte ihnen auch demonstrieren, dass er kein Geist ist, denn Geister essen nicht. Er sei ein Mensch wie sie.

Jetzt war noch zu klären, was es mit den Zeugen und dem Zeugnis für den Glauben auf sich hatte. Laurentia kennt ein Zeugnis nur aus der Schule! Prälat Steinert erklärte ihr, dass mit dem Zeugnis hier ein Bericht über eine persönliche Gotteserfahrung oder über ein Leben veränderndes Ereignis, das zur Bekehrung geführt hat, gemeint ist. Erlebtes, Geschehenes oder Gehörtes wird an andere weitergegeben. Das war das Abschlussstichwort für Laurentia. Sie hatte es jetzt verstanden und wollte sofort nach dem Gottesdienst ihrer Oma erzählen, dass sie nun Zeugin wäre und auch in der Schule und bei Freunden darüber berichten, was sie gelernt und gehört hat, damit die “Sache Jesu“ weitergeht.

Zur Gabenbereitung durften noch einmal einige Kommunionkinder des vergangenen Sonntages den Tisch des Herrn mit decken und die Gaben als Zeichen für Freude, Licht, Erlösung, Liebe sowie die Hostien und den Kelch nach vorne bringen.